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#24

Während unserer Zeit in Papua-Neuguinea habe ich ein kleines, aber feines Haus, ein sogenanntes 'Haus Kuk', gebaut. Bei diesem 'Haus Kuk' handelte es sich um einen temporären Unterstand und nicht um eine dauerhafte Bleibe. Vor Kurzem hatte ich dann aber die Möglichkeit an einem dauerhaften Gebäude hier auf den Salomonen mitzuarbeiten.

 

Ein Freund von uns, der hier auf den Salomonen mit Jugend mit einer Mission (YWAM) arbeitet, erweitert gerade die Anzahl der Gebäude auf dem Gelände seiner Organisation

- um Eins.

 

Die Möglichkeit dort mitzuarbeiten habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Es hieß eine Betontreppe zu gießen. Also rein in die Arbeitsklamotten, welche ich nicht besitze, also wie immer: T-Shirt und kurze Hose angezogen,  Flip-Flops an die Füße und los.

 

Als ich auf den Baustelle ankam, dachte ich:

'Vielleicht hätt' ich doch Arbeitsschuhe oder wenigstens geschlossene Schuhe anziehen sollen...'

Aber diesen Gedanken machte ich mir nur wegen meiner Herkunft, Sozialisation und Gene. Weil ich eben Deutscher bin, dachte ich in erster Linie an das Einhalten irgendwelcher Vorschriften, anstatt einfach mit anzupacken. Es ging übrigens nicht nur erstaunlich gut mit Flip-Flops, es hat mich vor allem auch vor Käsefüßen gerettet.

 

Wir machten uns also an die Arbeit und mischten den Beton aus Sand, Zement und Wasser zusammen. Die fertige Mischung wurden mit Hilfe von Eimern in das schon stehende Holztreppengerüst von unten nach oben vorsichtig eingefüllt und anschließend der Beton schön glatt gestrichen. Nach 24 Stunden wurde das Gerüst abgenommen und die Treppe konnte für weitere Arbeiten im Haus genutzt werden.

 

Zum Mittagessen war die Treppe übrigens fertig gegossen und man konnte später noch weiter an der Jauchegrube arbeiten. Dort wird später mit Hilfe von biologischen Abfällen Biogas gewonnen.

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