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#26

Irgendwann im letzten jahr, als auf der Nordhalbkugel Sommer war und es an der Antarktis fürchterlich geschneit haben muss, haben wir Freunde und Kollegen auf der Insel Malaita besucht. Unser Kollege hatte mehrere Projekte am Laufen und zu betreuen und wir konnten ihm ein wenig dabei helfen. Eines Tages ergab sich die Möglichkeit mit einem Mitarbeiter in die Langa-Langa-Lagune zu fahren.

 

 

 

Die Langa-Langa-Lagune ist ein wunderschöner Flecken Erde. Vor Hunderten von Jahren haben Salomoner angefangen aus alten Korallen, Steinen und Sand künstliche Inseln in die stille Lagune zu bauen. Diese Inseln beherbergen nicht nur Großfamilien (kleine Inseln haben in der Regel 4-5 Häuser), sondern ganze Dörfer mit Laden, Bolzplatz und Kirche. Beim Kicken kommt es dann schon mal vor, dass der Ball ins Wasser fällt. :-)

 

 

 

Diese Menschen leben vom und mit dem Wasser. Fischfang und -handel ist ihr täglich Brot. Dass der Meeresspiegel steigt, merken solche Gesellschaften sehr wohl. Inseln, die in den letzten Jahrhunderten immer weiter gewachsen sind, haben heute große Not über dem Wasser gehalten zu werden. Hinzu kommt, dass die Meere überfischt werden und viele Menschen vom Land in die Stadt ziehen.

 

 

 

Channel wohnt selber in der Lagune und hat dort eine Insel. Sie ist etwa 50 Jahre alt und beherbergt 5-6 Häuser. Channel liebte seine Leute und seine Sprache. Die Sprache, die in dieser Lagune gesprochen wird, heißt Wala. Es gibt einige wenige Bücher auf Wala, die Channel seinen Freunden und Nachbarn bringt. Er betreut kleine Leseklassen und verkauft Bibeln und anderes Lesematerial in seiner Sprache.

 

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