· 

#25

Anfang Mai, kurz nachdem wir auf den Salomonen angekommen sind, haben wir unsere erste große Reise im Land unternommen. Zusammen mit zwei Kollegen sind wir in die Western Province gefahren. Natürlich nicht mit dem Auto, denn es gibt keine Brücke, die von der Hauptstadt in die ca. 320 km entfernte Stadt Munda führt. Nimmt man die Luftbrücke, ist man in gut einer Stunde an seinem Ziel. Wenn man jedoch Zeit statt Geld hat, nimmt man das Schiff und ist in gut 24 Stunden dort.

 

So haben auch wir uns ein Ticket besorgt und sind mit der ‚Fairlady' Richtung Noro gefahren. Dort mussten wir umsteigen, um in einem Bus die restlichen 15 km nach Munda über Land zurückzulegen. Noro hat den größeren Hafen, jedoch hat die Stadt keinen Flughafen. Munda hat einen Flughafen, jedoch einen viel kleineren Hafen als Noro. Unsere ‚Fairlady' hat es, als wir an Munda vorbeigefahren sind, einfach links liegenlassen, um schneller in die größere Stadt zu kommen. Das kleine Taucherparadies Munda ist gerade dabei den Flughafen an internationale Standards anzupassen, denn in Zukunft sollen hier nicht mehr nur Inlandsflüge angeboten werden.

 

Wir waren jedoch nicht zum Tauchen in dieser wunderschönen Gegend, sondern haben zusammen mit vielen anderen die Veröffentlichung der kompletten Bibel in der Sprache 'Roviana' gefeiert. Es war eine wunderbare Feier und wir hatten die Möglichkeit dabei zu sein! Eine Gruppe kam mit einem echten ‚War Canoe‘ (Kriegskanu), welches sie extra zu diesem Zweck gebaut hatten. Diese Kanus werden ziemlich schnell, wenn sich die Ruderer desselben in die Riemen legen (dieser Ausdruck wird hier nur Sinnbildlich gebraucht. Anders als alte europäische Boote und Schiffe hat diese Art von Boot keine Riemen, sondern nur Paddel). Nach der Feier hatten wir die Ehre mit diesem Kanu eine Runde zu drehen.

 

Unsere Kollegen sind dann mit dem Flugzeug zurück in die Hauptstadt geflogen. Wir haben uns noch ein bisschen die Gegend angeschaut und uns überlegt, ob wir in Zukunft auf diesem wunderschönen Flecken Erde leben und arbeiten wollen. Jedoch kamen wir zu dem Schluss, uns noch ein bisschen im Land umzusehen und einen anderen Weg einzuschlagen. Damit die Zeit beim Anschauen der Gegend nicht zulange wurde, hat Andi Goldi-College besucht und Friedi und Malte waren zusammen mit einigen neuen Freunden schnorcheln.

 

Zurück ging es dann wieder mit der ‚Fairlady‘, die noch fast bis Papua-Neuguinea gefahren ist, ehe sie uns wieder in Noro an Bord nahm.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Ute Schwarzrock (Donnerstag, 04 Januar 2018 19:13)

    Unglaublich, was für tolle Sachen ihr erlebt! Wie von einem anderen Stern :-)...ich bin ein wenig neidvoll, das muss ich zugeben. :-) Viele liebe Grüße!