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#15

In den nächsten Jahren werden wir drei verschiedene Sprachen lernen. Auf jeden Fall sind das Tok Pisin (Papua-Neuguinea) und Pijin English (Salomonen). Welche die dritte sein wird, wissen wir noch nicht, aber es wird eine Sprache aus dem Gebiet sein, in dem wir auch arbeiten werden.  Wenn ich auf meine schulischen Leistungen in Sachen Sprache blicke, dann denke ich manchmal: Wie soll ich das denn schaffen?

 

Gleichzeitig freue ich mich aber auch, wenn ich mir anschaue, was auf uns zukommt. In der Schule verstand ich Sprache immer als etwas, das man lernen muss, um eine gute oder andere Note zu bekommen; ein System losgelöst von seine eigentlichen Funktion. Es ging nicht darum, zu kommunizieren und mit Menschen in Kontakt zu treten, sondern darum, dem Lehrer zu geben, was er wollte, um zu bekommen, was die Eltern wollten.

 

Natürlich sucht man mit diesem Denken die Motivation zum Spracherwerb ewig. Aber ich habe im letzten Jahr ein völlig anderes Denken über das Thema Sprache, Schrift und Schreiben bekommen. Dabei halfen mir die Kurse vom Seminar für Sprache und Kultur. Es geht nicht darum, irgendjemanden mit meinem Wissen oder Nichtwissen zu beglücken. Sondern es geht darum, verstanden zu werden - von Menschen.

Das sind die Sprachen, die wir im nächsten Jahr lernen werden:

 

Tok Pisin (oder auch: Melanesian English, Neomelanesian, New Guinea Pidgin English, Pidgin, Pisin): Eine auf dem Englischen basierende Kreolsprache, die von etwa 121.000 Menschen (2003), von denen ca. 50.000 monolingual sind, in Papua-Neuguinea gesprochen wird. Vor allem in der nördlichen Hälfte des Landes, aber auch in der Hauptstadt Port Moresby sowie anderen Regionen des Landes ist sie heute weit verbreitet.

(Quelle: www.langwich.com)

In dieser Sprache gibt es ein Wörterbuch, eine Grammatik und die Bibel von 1989. Es ist de facto die Nationalansprache von Papua-Neuguinea (Quelle: www.ethnologue.com)

 

Pijin (oder auch: Neo-Solomonic, Solomons Pidgin): Eine auf der englischen Sprache basierende Kreolsprache, ähnlich des Bislama auf Vanuatu, die von mehr als 1.000 Menschen auf den Salomonen als erste Sprache und von mehr als 100.000 Menschen als Zweitsprache gesprochen wird. (Quelle: www.langwhich.com)

Auch in dieser Sprache gibt es eine Wörterbuch, eine Grammatik und die Bibel von 2008. (Quelle: www.ethnologue.com) Auch haben wir schon in Pijin Radio gehört.
Auf dieser Krankenhausseite (!) fand ich heraus, dass die Vokale ähnlich wie im deutschen ausgesprochen werden.

 

Unbekannte salomonische Sprache: Hierzu prahle ich mit Nichtwissen, denn wir werden erst wissen, welche Sprache es sein wird, wenn wir auch unsere genauen Einsatzort wissen. Vielleicht ’Are’are, Ghari, Sa’a, Zabana oder eine der vielen anderen Sprachen der Salomonen.

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